Plumlov

Vienna Police Dragons beim Drachenbootrennen in Plumlov – oder genauer: Paddeln unter extremen Bedingungen

Ein Drachenbootrennen bei 15° Celsius, bei Windböen um die 70 km/h und hohem Wellengang? Klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich angenehm – ist es auch nicht – aber nach einer enormen Herausforderung, die gemeinsam zu bewältigen uns schlussendlich auch Dank der erstklassigen Platzierung ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.

Die Anreise unseres Teams erfolgte bereits am Vortag, unausgeschlafen zu einem Rennen aufzutauchen wäre bei den starken Gegnern, die uns dort erwarteten, nicht sonderlich hilfreich gewesen. Den Abend also in Olmütz verbracht, einem schön heraus geputzten Städtchen nordöstlich von Brünn, welches auch ohne Drachenbootrennen definitiv eine Reise wert wäre. 

Das Rennen selbst findet dann auf einem Stausee bei Plumlov statt, und mein Gott, was für ein Wetter. Wir konnten von Glück sagen dass es nicht noch, wie eigentlich angekündigt, ein paar Regenschauer gab. Vor dem ersten Rennen ist allen noch halbwegs warm, aber dann? Man kann sich leicht vorstellen, dass bei Wind und Wellen das Leiberl bereits vor dem Start schon leicht nass ist. Dann das Rennen: der extreme Seitenwind verlangt den Steuerleuten Einiges an Erfahrung ab, die endgültige Startposition liegt um gute 10 Meter neben der Stelle, zu der man eigentlich gefahren war. Man kann als Paddler nur versuchen sich voll auf den Start zu konzentrieren, Kälte und Wind auszublenden. Dann das Startsignal, die ersten Paddelschläge, es ist mühsam über die Wellen überhaupt drüber zu kommen, man gewinnt an Fahrt, die Wellen schlagen seitlich gegen das Boot, spritzen an der Bordkante hoch, das Gesicht dreht man zur Seite, um beim Luft holen nicht zu viel Wasser ab zu bekommen. Den Blick nach rechts, um absehen zu können wo die anderen Teams sind, will ich erst gar nicht wagen. Augen geradeaus, in den Ohren die Schläge der Trommel, und plötzlich spürt man weder das Wetter noch das aufspritzende Wasser, nur noch die Anstrengung in Rücken und Armen und die Bewegung im Boot. Nach knapp über einer Minute dann das erlösende „und durch!“ unseres Steuermanns, wir haben uns gut geschlagen, sind von oben bis unten komplett durchnässt, steigen aber trotzdem mit einem sehr guten Gefühl aus dem Boot. Kurz darauf werden die Zeiten ausgehängt, und wir haben in der Sport-Kategorie nach dem ersten Durchgang den schnellsten Lauf!

Doch wollen drei weitere Durchgänge noch bestritten werden. Als wir vor dem zweiten Rennen dann wieder in unsere Montur steigen, wird uns allen klar, dass das Einsteigen uns ab jetzt keine Freude mehr bereiten wird: die Klamotten sind total durchnässt, und selbsterklärend alles andere als warm. Doch auch der zweite Durchgang läuft gut, auch wenn der Abstand auf unsere Verfolger kleiner wird. Zwischen den zwei folgenden Rennen wärmen wir uns dann im Bus auf, um nicht vollständig auszukühlen. Dann, zwischendurch, die Frage des Organisators, ob wir die für den Nachmittag geplante Langstrecke über 1000 Meter wirklich fahren wollen – aber klar!

Nach den zwei letzten Läufen ist unsere Platzierung nicht mehr sicher, da die anderen Teams an Tempo zulegen und die besten drei Zeiten zusammen gezählt werden. Der Start des letzten Rennens muss wiederholt werden, da wir das irrtümlich auf Tschechisch statt auf Englisch gegebene Startsignal nicht als solches interpretieren. Nach dem letzten Lauf werden die Zeiten nicht mehr ausgehängt, wir müssen also bis zur Siegerehrung warten.

Dann die 1000 Meter: immer noch starker Wind, wir mühen uns ab, kämpfen gegen unsere Wellen und unsere Gegner an, und nach den knapp über 5 Minuten ist uns klar: Diese Wertung haben wir für uns entschieden, zumindest einen ersten Platz können wir also mit nach Hause nehmen!

Bei der Siegerehrung dann ein kleiner Dämpfer: für den ersten Platz über die 200 Meter hat es nicht gereicht, 80 Hundertstel fehlten uns auf das oberste Treppchen. Egal, wir können uns auf einen ersten und einen zweiten Platz freuen, und das macht die Strapazen mehr als wett. Zuletzt meint der Platzsprecher noch zu uns, wir mögen auch bitte nächstes Jahr wieder kommen, dann sei das Wetter mit Sicherheit besser, so schlechte Bedingungen hätten Sie noch nie gehabt. Er kennt uns noch nicht, natürlich kommen wir wieder!

Bericht von Thomas Kiefer


 

Brno

Wir sind wieder bereit und voll auftrainiert für das nächste Drachenboot Rennen.

Dieses Mal führte uns die Reise zu einem sehr familiäreren Rennen nach Brno.

Unsere Truppe teilte sich auf, ein paar von uns erkundeten schon am Freitag die Location und genossen den Abend in Brno. Der Rest startete am Samstag zeitig in der Früh Richtung Regattastrecke. Beim Ankommen waren wir etwas verwirrt, da wir doch ein Rennen über 1600m geplant haben und dieses normalerweise mit Wenden zu fahren ist. Der Fluss war jedoch sehr schmal und wir wussten nicht wo diese Wende möglich wäre mit vollem Tempo.

Der Plan war:

Wir starten in der Klasse Mixed-Sport (4 Frauen, 6 Männer).

    2x 100m Zeitlauf

    1x 100m Finallauf

    1x 1600m

So die Rennen starteten, in unserem ersten Zeitlauf mussten wir uns an das Boot gewöhnen und die richtige Sitzposition finden. Das Rennen war gut, gegen die "Veteranen von Brno" konnten wir uns, nicht haushoch, aber dennoch durchsetzen. Im zweiten Zeitlauf war dann das Boot nicht ganz mein Freund, da es mich von der Bank abgeworfen hat, aber das Team konnte auch teilweise zu 9. das Boot zum Sieg führen (Danke!). Unser Ziel war erreicht, durch unsere Zeiten fuhren wir im kleinen Finale um den 3. und 4. Platz.

Die Anspannung stieg, wir realisierten, dass wir einen Pokal mit nach Hause nehmen könnten wenn wir nun alles geben würden. Noch einmal die Muskulatur warm machen und dann ab ins Boot. Bei diesem rennen haben wir einen guten Start erwischt und konnten mit dem zweiten Boot mithalten. Am Ende waren wir um den entscheidenden Schlag schneller. YES, WIR HABEN EINEN POKAL!

Jetzt schon super happy mit unserer Leistung, konnte auf die Langdistanz nicht mehr viel schief gehen. Nach einer etwas längeren Pause ging es los. 800m Flussaufwärts bis zu einer breiteren Stelle des Flusses, dort die Wende in vollem Tempo durch und wieder 800m zurück ins Ziel. Die Reihung erfolgte aufgrund der Ergebnisse der 100m Rennen. Wir starteten vorne weg, 20 Sekunden nach uns, die Zweitschnellsten aus dem 100er, 20 Sekunden danach die Sieger des 100ers. Bei der Wende waren wir noch voraus, wir sahen aber, dass die Dritten die Zweiten schon überholten. 20 kräftige Schläge nach der Wende brachten das Boot wieder zum Laufen. Die letzten 200m gaben wir noch einmal Alles. Wir haben uns nicht überholen lassen und das war schon eine tolle Leistung. Wir waren gespannt auf die Zeiten, aber diese wurden erst bei der Siegerehrung verkündet. JUHU!!!! NOCH EINMAL 3. PLATZ und NOCH EIN POKAL!!

Glücklich traten wir die Heimreise an. Danke an das Team für das tolle Rennen!

Bericht von Linda Nölscher

Gallerie
Video

Brno 170513


 

Palava Open

6.45 Uhr, Abfahrt vom Polizeisportverein.
Alle noch etwas verschlafen, aber dennoch hochmotiviert. Nach circa 90 Minuten Fahrt kommen wir in Pasohlavky an. Irgendwie schauen hier alle etwas wacher aus. Kein Problem für uns. Erstmal zum Kaffeestand und dann das Gelände erkunden.
Das Wetter scheint es heute gut mit uns zu meinen und so können wir vollzählig unser Lager aufbauen. Mit idealer Sicht auf die Rennstrecke, warten wir ungeduldig auf unser erstes Rennen. Auf dem Plan heute: 200m & 1000m.
Dann geht es auch schon los. Die ersten beiden Vorläufe meistern wir tadellos und fahren jeweils als erstes Team über die Ziellinie. Am Ende landen wir, trotz starker Konkurrenz, im B-Finale. Kurz vor dem Startsignal herrscht Ruhe im Boot. Alle sind konzentriert und warten nur auf das „Attention! GO!“. Kein Team macht es dem anderen leicht und so ist es ein Kopf an Kopf- Rennen, bis zum Schluss. Sofort nach dem Zieleinlauf macht sich die Neugierde breit. Wer war erster? Hast du es sehen können?
Erschöpft und erleichtert geht es in die Mittagspause. Nun heißt es neue Energie sammeln und vorbereiten auf die 1000m. Einige nutzen die Zeit für ein Nickerchen, andere betreiben Gehirnjogging oder beobachten die Konkurrenz bei ihren noch auszutragenden Rennen. Noch einmal gehen wir die Taktik durch. Hier und da vielleicht noch jemanden umsetzen? Nun ist es soweit. Wir sitzen im Boot und fahren uns vor dem Start noch kurz ein. Die Teams starten nach einander, mit je 20 Sekunden Zeitabstand. Schade, wir sind die Ersten von insgesamt 3 in diesem Durchgang, die „Gejagten“. Egal, schadet unserem Ehrgeiz nicht. Wir fahren über die Startlinie und beginnen dass zu tun, was wir am besten können. Paddeln. Auf der Strecke läuft das Boot sauber, wir wissen alle worum es geht. Nach 3 Wenden kommen wir mit einem guten Gefühl im Ziel an. Die Zeit bis zur Siegerehrung vertreiben wir uns mit ein paar Erfrischungsgetränken.
Am Ende erreichten wir auf den 200 Metern im B-Finale den 3ten Platz, mit einer Gesamtzeit von 01:01,450 min und auf den 1000 Metern den 6ten Platz, mit einer Zeit von 05:29,050 min.
Am Ende dieses Tages sind wir zufrieden mit unserer Leistung, auch wenn wir uns sicher sind: „Da geht noch einiges!“. Auch nehmen wir schöne Erinnerungen an diesen Event mit nach Hause.
In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter „Torrsen Sports“ und bis zum nächsten Mal.

Bericht von Jenny Bär

Gallerie

PalavaOpen


 

2. Steyrer Indoor Drachenboot Cup

Die Drachenboot Saison hat gestartet. Unser erster Einsatz war am 11.03.2017 der 2. Steyrer Indoor Drachenboot Cup. Wir haben uns mit 7 voll motivierten, furchtlosen Drachenbootlern auf zum Hallenbad in Steyr gemacht. Viele werden sich jetzt denken: Was jetzt Indoor Drachenboot fahren? Mit einem Drachenboot im Hallenbad im Kreis fahren? Nein, so funktioniert es nicht. Der Ablauf dieses Indoor Rennens ist wie beim Seilziehen, nur am Wasser. In einem Drachenboot sitzen sich zwei Teams zu je sechs PaddlerInnen gegenüber und versuchen innerhalb von 60sek sich um 2m vorwärts zu bewegen. Es kann ein sehr intensiver und kräfteraubender Wettkampf sein.

Wir traten in der Kategorie Mixed an, da wir mit 2 Damen und 5 Herrn vor Ort waren. Unsere Gegner kamen aus Ungarn, Tschechien, Slowakei und Österreich. In den drei Vorläufen sind wir mit zwei klaren Siegen aus dem Boot ausgestiegen, nur im letzten Vorlauf mussten wir uns dem starken Slowakischen Team geschlagen geben. Aufgrund der Niederlage des letzten Vorlaufes, konnten wir nur mehr um die Plätze 5-8 mitkämpfen. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Kurz hintereinander mussten wir unsere Platzierungsläufe bestreiten. In der zweiten Runde kämpften wir 55sec lang gegen die jungen Forellen und mussten uns dann leider doch geschlagen geben. Diese kräfteraubende Runde und ein kleiner Unfall im letzten Rennen brachten uns nur auf den 7. Gesamtrang.

Ein netter und anstrengender Tag mit einer gut organisierten Veranstaltung ging mit dem Fazit, eine gute Leistung auf unserer Seite abgeliefert zu haben, zu Ende.

Bericht von Linda Nölscher

Gallerie

Check it out on Facebook: DAS VIDEO


 

REFERENZEN

IMP Logo

 

ACGLogo

 

Richtervereinigung Logo

 

TU ALUMNI LOGO rgb

 

BRZ Logo

 

 

Free Joomla! template by L.THEME